Inspiriert durch die Forschung und Dokumentation historischer Wegweiser-Steine östlich der Neiße haben Mitglieder des Forster Museumsverein begonnen nach historischen Wegweisern in der Region Forst zu forschen. Während polnische Heimatforscher im Verbund mit der Stiftung „Natura Polska“ über hundert alte Steine mit gemeißelten Schriften in der Region Żary/Sorau, Szprotawa/Sprottau, Żagań/Sagan aufgefunden haben, scheint die Region Forst arm an solchen Objekten zu sein. Die wenigen bekannten steinernen Objekte sind zudem ohne eingravierte Schrift, sondern mit Farbmarkierungen anzutreffen, die aber auch vielfach schon verloren sind. (Stand Mai 2025) In loser Reihenfolge präsentieren wir hier bekannte und mit Hilfe historischer Messtischblätter wiedergefundene Objekte. Die erstaunliche Vielfalt an Wegweiser-Steinen östlich der Neiße findet man hier in der zweisprachigen Doku: https://drog-weg.eu/download/szlak-kamie...rogowskazow.pdf
Hinweise zu regionalen Objekten gern an: for-zeitzeuge@h6l.de
Auf der Suche nach historischen Wegweiser-Steinen sind wir weiteren Verdachtsfällen nachgegangen. Das Messtischblatt 2402 (alte Zählung, neu 4253) aus 1901 zeigt einige Wegweiser im Bereich Dubrau. An der markierten Stelle, am Weg zwischen Dubrau und Sergen fand sich tatsächlich ein Stein mit möglichen Wegweiser-Funktion. Es sind aber keine Gravuren vorhanden, lediglich Farbreste. Somit bleibt es unsicher, ob dieser Stein ein Wegweiser war.
Hinweise zu Wegweiser-Steinen im Großraum Forst gern an for-zeitzeuge@h6l.de
Zitat von Eichweger im Beitrag #12Auf diesem Stein stand vor einiger Zeit noch Sorau, davor der Name eines ehemaligen Revierförsters, davor wiederum Sorau.
51°36'16.4"N 14°41'25.1"E
Bei Kristan Schmidt - Über Naturdenkmale und Geotope im Raum Forst (Lausitz) - (vermutlich nicht mehr vergriffen) - findet man noch ein Foto mit früherer Beschriftung.
Ist halt der Nachteil, wenn die Schrift nicht eingraviert ist.
Vor 2 1/2 Jahren wurde dieser Stein bei "Kleinanzeigen" angeboten. Auf meine Anfrage hin, was es mit dem Objekt auf sich hat wurde mir mitgeteilt, dass es sich um eine Neuanfertigung handelt. Hmmm. Warum fertigt man einen neuen Wegweiser "Sorau -Spremberg" um ihn dann zu verkaufen ...
Ist denn etwas bekannt, ob so ein Stein irgendwo verloren gegangen ist?
Laut Aussage eines Bundesförsters, lag der Stein früher. Nach dem Tod eines Kollegen wurde der Stein aufgerichtet und der Name des verstorbenen Försters darauf geschrieben (Mitte/Ende der 1990er). Einige Jahre später kam dann die Aufschrift Sorau darauf.
Der Stein ist (maschinell?) glatt geschliffen. Ob das bei alten Steinen auch gemacht wurde?