Die Lok 36 ist die einzig verbliebene Kastenlok der Forster Stadteisenbahn, die nun einen Platz im FORSTER. gefunden hat. Weniger legendär ist dagegen die Lok 38. Eine Lok, die nie im Forster Stadtbild zu sehen war. Das hatte einen ganz einfachen Grund: Sie ist eine Normalspur/Regelspur Lokomotive, die nur beim rangieren auf dem Stadtbahnhof zum Einsatz kam. (Normalspur/Regelspur : 1435 mm) Die "Julen" hatten bekanntlich nur eine Spurweite von 1000 mm.
So ganz eindeutig ist es wohl nicht, wann die Lokomative Krauss 2417 als LAG 38 (Lokalbahn Aktien-Gesellschaft) zum Fuhrpark kam. Einige Quellen sprechen von 1891 (da gab es noch keine Stadteisenbahn in Forst), andere Quellen nennen das Jahr 1893. Und bei Wikipedia steht "Die Regelspurlokomotiven (LAG 30 und 31) waren von anderen Bahnen der Gesellschaft übernommen worden, sie wurden später gegen andere Lokomotiven (LAG 38, LAG 6) ausgewechselt."
Dagegen ist das Ende der Lok 38 dann klarer. Nach der Aufgabe der Forster Stadteisenbahn kam die Lokomotive Ende 1965 zum VEB Kies- und Betonwerk Bad Liebenwerda, Betriebsteil Zeischa und ist 1972 verschrottet worden. Das untere rechte Bild zeigt schon den Zustand mit abmontierten Schildern. In Sammlerkreisen könnte sich die Schilder (Krauss 2417) erhalten haben.
Zum Vergleich, wie solche Schilder aussehen, hier mal die Lok 36.