Titel, Tränen und Triumphe ... … ist die Überschrift für den 127. Forster Geschichtsstammtisch am 26. Februar um 18 Uhr im „Hornoer Krug“.
Öffnet man die Wikipedia-Seite von Forst (Lausitz) findet man eine Liste von über 30 in Forst geborenen Sportlerpersönlichkeiten. Das ist nur ein Indiz dafür, dass Forst eine Sportstadt ist. Thoralf Haß geht in seinem Vortrag noch tiefer in die Forster Sportgeschichte hinein und kann mit manch einer Neuentdeckung aufwarten. Dazu präsentiert er einige kleine Film-Schnipsel sowie Gäste aus der früheren Forster Sportwelt. Ausgenommen ist diesmal der Fußball. Dafür laufen schon jetzt die Planungen für einen eigenen Geschichtsstammtisch im Jahr 2027.
Mut zur Lücke und Rhönradsport kann spannend sein …
Die Forster Sportgeschichte mit vielen Veranstaltungen und Protagonisten in 90 min. Geschichtsstammtisch zu packen, ist wohl ein aussichtsloses Unterfangen und braucht Mut zu großen Lücken. Mit ein paar Filmschnippeln präsentierte Thoralf Hass den über 100 Besuchern die wohl publikumsstärksten Sportveranstaltungen wie das große Sportfest in den 1930ziger Jahren und das 100km Mannschaftsfahren 1984, das als Olympia-Ersatz für die vom „Ostblock“ boykottierten Olympischen Spiele in Los Angeles ausgetragen wurden. 50 000 Zuschauer sollen die Rennstrecke zwischen Forst und Eichwege gesäumt haben. Unerwartet spannend war der Abschnitt mit der DDR-Meisterschaft im Rhönrad-Turnen, die 1982 in der Turnhalle in der Bahnhofstraße stattfand. Dazu reiste sogar der mehrfache DDR-Meister Dr. Jörg Winkler aus Magdeburg an und wusste spannende Anekdoten zu erzählen. So wurde für das DDR-Fernsehen der Hallenboden aufgesägt unter dem sich eine fast vergessene Sprunggrube befand. Die aus dem Fußboden heraus gefilmten Szenen rückten die Randsportart Rhönrad in eine neue Perspektive. Eine große Lücke der Forster Sportgeschichte wird dann 2027 geschlossen. Dann geht es um den Fußball und eine Forster Mannschaft die Deutscher Meister war … aber dann doch irgendwie wieder nicht.