Im Forster Jahrbuch 2023/2024 und 2025/2026 geht Hagen Pusch unter der Überschrift "Baden mit und ohne ... Dach" auf die Entwicklung von Schwimmbad und Schwimmhalle ein. So ist dort zu erfahren, dass schon um 1925 eine Schwimmhalle oder Stadtbad geplant war. Entstehen sollte es zwischen der Bahn und dem Stadion. Einst waren dort Tennisplätze heute ist dort die Skaterbahn.
Ergänzenmd zu Puschs Ausführungen hier noch ein Artikel.
Das Stadtbad Forst (Lausitz) In der gewerbereichen Stadt Forst ist zurzeit ein bemerkenswertes Stadtbad im Werden begriffen, dessen Pläne vom Stadtbaurat Dr. Kühn verfaßt sind. Es wird an der Nordostecke des im Jahre 1921 angelegten Sportplatzes erbaut werden und mit dem geplanten Gymnasium, dem Restaurationsgebäude und den Tribünen den Platz zu einer städtebaulich schönen Einheit gestalten. Wie der Grundriss des Erdgeschosses (Abb. 32) zeigt, besteht die Anlage aus einem Hauptbau mit der Schwimmhalle und einem Flügelbau für die Wannen- und sonstigen Bäder. Gesondert vom Bade wird, durch einen unterirdischen Gang mit ihm verbunden, das Wohnhaus für Bademeister und Heizer angelegt. Von der äußeren Erscheinung der Baugruppe, die der neuzeitlichen Kunstrichtung Rechnung trägt, gibt die (Abb.33) eine Vorstellung. Der Hauptbau enthält die Vorhalle mit der Kasse, den Aborten, Treppe nach dem Obergeschoß, Wärter-, Wäsche- und Erfrischungsraum sowie die Schwimmhalle, an deren Ostseite der Reinigungsraum angelegt wird. Das Schwimmbecken erhält eine Breite von 11 m und eine Länge von 27 m, es wird eine Wassertiefe von 0,60 bis 3,00 m aufweisen. Im Keilergeschoß des Hauptbaues befinden sich 60 Brausezellen und die Wäscherei. Im Flügelbau werden die medizinischen Bäder, das römisch-irische Bad mit Ruheraum und im Obergeschoß 24 Wannenbäder untergebracht, während das Kellergeschoß für Aufnahme der Kessel-, Brennstoff- und Vorratsräume bestimmt ist. Bemerkenswert ist es, daß auch in Forst die Wärme-Wirtschaft an die eines anderen städtischen Werkes angegliedert werden soll, und zwar wird der Badeanstalt das Kühlwasser des Elektrizitätswerkes zugeführt werden, das je nach dem Betriebe des Werks stündlich eine Menge von 400 bis 900 cbm abgeben kann, sodaß eine dauernde Durchflutung des Schwimmbades gesichert ist. Die Austrittstemperatur des Kühlwassers beträgt im Sommer etwa 27°, im Winter 14°, so daß im Sommer ein Zusatz von kaltem Frischwasser, im Winter eine Ergänzung der Temperatur durch Zusatzdampf in Aussicht genommen wird.
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.
Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen,
den weiteren Betrieb zu finanzieren.