1788 hatte die königl.-preußische Salinenverwaltung Schönebeck große Holzmengen aus der Oberlausitz die Neiße herunterschwimmen lassen. 1793 verkaufte die Standesherrschaft Pförten an den preuß. Baurat und Oberhofingenieur Isaak Daniel Itzig zu Berlin 4000 Klafter (1 Klafter = ca 1,9 mtr.) Holz und nun wurden jährlich 1000 Klafter Holz verflößt. Dazu wurde befohlen, daß die Schleusen der Wehre am Neißehammer und an den Forster Mühlen während des Durchschwemmens geöffnet und die Werke stillgelegt würden. Das Flößen durch den Forster Mühlgraben war strengstens untersagt. Für reden Schaden an den Wehr- und Schleusenbauten hatte Herr Itzig aufzukommen. Außerdem wurde ein Durchfuhrzins von der Standesherrschaft erhoben, für alles nicht aus ihren Waldungen stammende Floßgut. In einem Bericht von 1793 wird der Herrschaftskanzlei mitgeteilt, daß soeben 9 Flotten zu je 4 Schock Brettern von Särchen her durch-geflößt worden seien. Die Bretter seien mit Stangen zusammengebunden gewesen und lägen immer zu sieben übereinander. Auf jeder Flotte stehe ein Floßknecht. Leider sei die Neiße zu dieser Zeit nicht gerade wasserreich, so daß die Flöße auf den zahlreichen Sandbänken sitzen blieben.; eine sehr mühsame Arbeit!.
Bis in die Jahre um 1860 ist noch geflößt worden. Dies haben noch Rechnungen der Pförtner Standesherrschaft ausgewiesen, die 1928 gefunden worden waren.
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