Kann sich denn noch Jemand an den alten Friedhof zwischen Frankfurter Str. und Bahnhofstr. erinnern? Dort gab es tolle Grabanlagen und viele Gruften. Als Kinder haben wir uns dort öfter herumgetrieben... Irgendwann wurden dann alle Gräber einplaniert und alle Gruften abgerissen. Später nannte sich das Gelände dann " Stadtpark Mitte". Es gab dort einen Friedhofswächter vor dem wir immer Schiss hatten. Vor dem Schließen des Friedhofes hat er immer die Glocke geläutet, welche etwa Mitte des Friedhofes stand. Diese Glocke war auch mit einem Schloss gegen unbefugte Benutzung gesichert. Wenn die Glocke geläutet wurde, wußten wir immer, dass es Zeit war, nach Hause zu gehen.
Die alten Grüfte, das war irgendwie geheimnisvoll. Schade, dass dieses Stück historischer Geschichte platt gemacht wurde. Aber diese Zeit ist dennoch bei mir in guter Erinnerung geblieben.
Vielleicht war es diese oder eine vergleichbare Glocke.
Die hier abgebildete alte Glocke mit der Inschrift "Magistrat Forst Lausitz" stand auf dem jetzigen Friedhof beim Krematorium. Auf meine Initiative und unter dem Eindruck vermehrte Edelmetalldiebstähle wurde die Glocke abgenommen und ist nun im Bestand des Brandenburgischen Textilmuseums. Das Schlussläuten, bei der Schließung des Friedhofes, hatte auch nicht mehr stattgefunden.
Eine Arbeitsgruppe vom Forster Museumsverein um Barbara Petri hat mehrer Themen-Spaziergänge auf Forster Friedhöfen veranstaltet. Zu jeder Veranstaltung wurde ein Flyer herausgegeben. 2017 gab es auch eine Wanderung auf dem "Alten Friedhof"
Hier der Flyer dazu:
Mit freundlicher Genehmigung von Barbara Petri und dem Museumsverein Forst.
Immer wenn ich mal Bilder vom "Alten Friedhof" bekomme" ist das Grabmal von Oswald Schmidt mit abgeildet. Vermutlich war es eine der prägensten Grabstellen auf der Anlage.
Von der Thematik der Darstellung errinert mich die Skulptur auch an den "Müden Wanderer" (manchmal auch als "Pilger" bezeichnet) von Semar Werner. Die Figur musste vom Hauptfriedhof auf Grund mehrer Diebstahlsversuche gesichert werden.
Kenne es noch gut,mussten da als Schüler arbeiten, auch andere große sind verschwunden, wie ein großes Kriegerdenkmal .Ist das Grab umgesetzt worden auf den neuen Friedhof. Vor längerer Zeit habe ich auch Steine auf Schutthalde gefunden. Echt tragisch alles so zu zerstören und zu entsorgen.
Leider lässt sich der Beitrag nur mit einem Abo der Lausitzer Rundschau lesen., was nun nicht jeder hat...Schade. Bitte also dies zukünftig beachten, Danke.
Eines der Probleme auf dem Alten Friedhof - Stadtpark Mitte sind die Schmierereien.
Die Stadtverwaltung informiert nun über einen neuen Weg. Kunst im Stadtpark Mitte: Der gebürtige Cottbuser Grafitti-Künstler Maik Enge gestaltet derzeit im ersten Abschnitt die Mauern im Forster Stadtpark Mitte. Damit erfahren die Innenflächen im Stadtpark eine attraktive, der Umgebung angepasste, Aufwertung. Abschnittweise soll diese Gestaltung fortgesetzt werden. Maik Enge arbeitete bereits an mehreren Projekten in der Forster Innenstadt und gestaltete mit seinen Kunstwerken u.a. das Heizhaus in der Jägerstraße, mehrere Trafostationen und die Bücherbox. Die Mauer im Stadtpark Mitte war unlängst Thema in Ausschuss für Planung, in dem es um die Attraktivierung des Stadtparkes und die damit einhergehende Beseitigung der Schmierereien an den Mauerwänden ging. Das Projekt wird mit Mitteln aus der Städtebauförderung unterstützt. Weniger anzeigen
Herausragend ist auch die Grabstelle von Komerzienrat Adolf Noack. Sie erinnert auch an den Sohn Martin Noack, den ersten Forster Gefallenen im Ersten Weltkrieg.
Links oben gibt es eine Vogelgruppe (ich dachte immer an einen Schwan mit Jungen)
In der Forster katholischen Kirche fand ich nun ein ähnliches Motiv. Die Schnitzerei war im historischen Hochaltar verbaut.
Was es mit dem Motiv auf sich hat, fand ich hier: In der Antike glaubte man, dass der Pelikan seine Jungen mit Blut füttert. Tatsächlich färbt sich beim Krauskopfpelikan während der Brutzeit das Gefieder im Kehlenbereich rot, was sicherlich die Erklärung für diesem Mythos liefert. In der christlichen Symbolik und Ikonographie sah man deshalb im Bild des Blut opfernden Pelikans ein Symbol für Jesus Christus. In der Grabmalgestaltung wird dieses Motiv heute wieder recht häufig verwendet. Die alte Legende der Antike, welche besonders im Mittelalter literarisch und künstlerisch aufgenommen wurde, handelt von einer Hungersnot. Mensch und Tier litten Hunger. Als die Pelikanküken zu verhungern drohten, riss sich das Elterntier die Brust auf, um seine Nachkommen mit dem eigenen Blut zu nähren. Die Kinder überlebten und das Elterntier starb. Nach anderen Quellen kämpfte der Pelikan auch noch mit einer Schlange, besiegte und tötete sie. Der Pelikan ist Symbol für den Opfertod Christi, für seine Kreuzigung und für die Eucharistie (Abendmahl). Deshalb ist die Symbolik auch häufig auf Abendmahlskelchen zu finden. Die antike Bedeutung des Pelikans steht aber auch allgemein für Aufopferung, für die Aufopferung der Eltern für ihre Kinder sowie für den Dienst am bedürftigen Menschen.
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