Der Tag der Komparsen Vielleicht sind gerade solche Bilder ein Beleg dafür, warum sich der Ufa-Film „Strich durch die Rechnung“ im Gedächtnis der Stadt Forst erhalten hat. Es ist zwar nun schon 90 Jahre her, dass die Ufa mit ihren Stars, Rühmann, Nagy, Kampers, Wallburg van Eyck … auf der Forster Radrennbahn drehten aber für die vermutlich mehr als 2000 Forster Komparsen war der Film in vielerlei Hinsicht eine besondere Sache. Man war bei einer großen Filmproduktion dabei und vielen bekannten Stars sehr nahe. Man erfuhr aber auch von der Mühe, den immer gleichen Wiederholen der Szenen und der Langeweile, die hinter so einer aufwendigen Filmproduktion steht. Und schließlich fieberte man dann der Aufführung des Filmes entgegen und hoffte, auf der Kinoleinwand einen guten Eindruck zu machen. Aber auch ein ganz anderer Aspekt war damals nicht zu verachten. Die Zahl der Arbeitslosen in Forst war 1932 sehr hoch. Als Komparse konnte man sich die ein oder andere Mark auf der Radrennbahn verdienen sich zudem mit Essen und Trinken versorgen. Die, die damals dabei waren erzählten es weiter. Manche schrieben es auch auf und so blieben diese Sommertage im Juli-August 1932 bis heute im Gedächtnis. Mehr auch hier: http://strich-durch-die-rechnung.de/der-...05-august-1932/ http://strich-durch-die-rechnung.de/der-...-erinnern-sich/
Käthe von Nagy und das Film-Forscherteam „Strich durch die Rechnung/Rivaux de la Piste“ wünscht einen guten Rutsch und ein glückliches neues Jahr. Obwohl der Auftritt der Käthe von Nagy 1932 auf der Forster Radrennbahn und in den beiden Filmen sehr kurz ist, sie gibt lediglich den Startschuss, war sie doch der Megastar beider Filme und stellte den noch jungen Heinz Rühmann in den Schatten.
Neuigkeiten vom Filmforschungsteam "Strich durch die Rechnung/Rivaux de la Piste"
Aus dem Nachlass von Serge de Poligny - Teil 1
Nach außen mag es so scheinen, dass unser Forschen und Sammeln rund um die Filme „Strich durch die Rechnung“ und „Rivaux de la Piste“ nachlässt. Und tatsächlich sind viele Etappenziele schon erreicht. „Strich durch die Rechnung“ wurde wieder aufgeführt. Das Buch zum Film von Lars Amenda hat die Filme und die Forster Radrennbahn bekannter gemacht. Auf unserer Homepage findet man viele weitere Informationen rund um die beiden Sportfilme. Auch die Aufführung der Filmmusik auf der Forster Radrennbahn in 2024 war ein besonderer Meilenstein. Zudem informiert eine schöne Infotafel die Besucher der Forster Radrennbahn über die Filmaufnahme im Sommer 1932. Doch mindestens zwei große Ziele streben wir noch an. Zum einen wäre da die Auffindung und natürlich die Aufführung der französischen Filmfassung „Rivaux de la Piste“. Der Höhepunkt wäre natürlich, wenn die Murnaustiftung den Film in einer guten Tonqualität auf DVD herausbringen würde. In der Zwischenzeit beobachten wir den Markt mit alten Filmen und können auch immer wieder ein paar Dinger für das Filmarchiv “Strich durch die Rechnung/Rivaux de la Piste“ erwerben. Wir beginnen heute mit einer mehrteiligen Fotoserie. Die sollen aus dem Nachlass von Serge de Poligny, dem Regisseur der französischen Filmfassung stammen. Das hier präsentierte Bild zeigt die Proben zum Startschuß mit Käthe von Nagy für das Rennen der französischen Filmfassung. Die Schrittmacher auf ihren Maschinen rauschen im Hintergrund schon heran. Die fünf Dauerfahrer mit ihren Anschiebern stehen bereit. An Position 3, der französische Hauptdarsteller Albert Prejean.
Zur Museumsnacht im September 2025 kann man "Strich durch die Rechnung" wieder einmal auf der Leinwand sehen. Diesmal im Kulturschloss Lausitz (Klein Loitz) Dazu gibt es einen Vortrag und eine Ausstellung.
Wer die Wiederaufführung vom "Forster Rennbahnfilm - Strich durch die Rechnung" mit Heinz Rühmann in den wirren Corona-Zeiten verpasst hat, bekommt nun eine zweite Chance. Den Film, einen Vortrag zur Geschichte und eine Ausstellung präsentieert das Kulturschloss Lausitz in Klein Loitz zur Museumsnacht am 6. September.
Wer die Wiederaufführung vom "Forster Rennbahnfilm - Strich durch die Rechnung" mit Heinz Rühmann in den wirren Corona-Zeiten verpasst hat, bekommt nun eine zweite Chance. Den Film, einen Vortrag zur Geschichte und eine Ausstellung präsentieert das Kulturschloss Lausitz in Klein Loitz zur Museumsnacht am 6. September.
So ... das Programm für den 6.9. 2025 im Kulturschloss Klein Loitz steht. Die Direktorin informiert:
Lausitzer Museumsnacht 2025 im Kulturschloss Lausitz: Film „Strich durch die Rechnung“ als Teil der neu konzipierten Ausstellung Zur diesjährigen Museumsnacht präsentiert das Kulturschloss Lausitz seine neu konzipierte Ausstellung, die sich thematisch mit der deutschen Filmindustrie der 1930er- und 40er-Jahre auseinandersetzt. Ein besonderes Highlight ist dabei die Präsentation der Komödie „Strich durch die Rechnung“ aus dem Jahr 1932. Die Ausstellung wurde insgesamt neu gefasst: Romy Schneider ist kein alleiniges Thema mehr, sondern als Schauspielerin, die sich intensiv mit dieser Epoche auseinandergesetzt hat, nun ein integraler Bestandteil der neuen Schau. Der Film „Strich durch die Rechnung“ ist ein einzigartiges lokales Dokument, da er auf der historischen Forster Radrennbahn gedreht wurde. Die Dreharbeiten waren damals ein sensationelles Ereignis und ein großes Highlight für die Stadt Forst. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch der beliebte Schauspieler Otto Wallburg, der als jüdischer Künstler später vom NS-Regime ermordet wurde. Die Vorführung erinnert somit nicht nur an die bewegte Filmgeschichte der Region, sondern auch an das Schicksal der Verfolgten. Das Programm beginnt um 14:00 Uhr mit einer Einleitung durch die Direktorin Ariane Rykov, gefolgt von einem Vortrag von Frank Henschel. Die Filmvorführung startet um 15:20 Uhr. Datum: Samstag, 06.09.2025 Programmbeginn: 14.00 Uhr Ort: Kulturschloss Lausitz Institut Romy Schneider Archiv& Museum e.V. Reuthener Strasse 38 03130 Felixsee O.T. Klein Loitz Tel.: 035698-808052
Hermann Rademacher und „Strich durch die Rechnung“
Hermann Rademacher, vielen u.a. als Englisch-Lehrer in Forst bekannt, kam schon früh mit dem Forster Radsport in Verbindung. Sein Vater war Vorsitzender vom RC-Falken und gab häufig die Startschüsse auf der Forster Radrennbahn. Seit 1952 führte dann Hermann 33 Jahre lang die Besucher als Sprecher durch das Programm auf der Radrennbahn. Für viele Forster waren Hermann Rademacher und die Rennbahn eine untrennbare Einheit. Er fand immer den richtigen Ton, hatte große Sachkenntnis, Humor und den nötigen lokalen Bezug. … so lauten einige Zeilen aus dem Nachruf des PSV Forst. Rademacher starb 2012 im alter von 91 Jahren. Auf diesem Hintergrund ist durchaus anzunehmen, dass Hermann Rademacher als etwa 10-Jähriger die Dreharbeiten zum Film besuchte und auch den Film kannte. Im Heft „Radsportprogramm des Kreises Forst/Lausitz für das Jahr 1976 schreibt er Gedanken zu „70 Jahre Forster Radrennbahn 1906-1976“. Darunter auch 3 ½ durchaus zutreffende Zeilen zum Film „Strich durch die Rechnung“: 1932 wurde sogar ein Film mit dem Schauspieler Heinz Rühmann gedreht, der in erstaunlich kritischer Weise die Machenschaften des Profi-Radsport ans Licht brachte.