Wirklich interessant sind die Jahresdokumentationen der Denkmalpflege aus der Region Lubuskie. Viele Beiträge zur Archäologie, Sanierung, Restaurierung bis hin zu Diebstahlsanzeigen auch aus den näheren Orten wie Sorau, Pförten, Beitzsch ...
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Hier der Jahresbericht 2024 von der Denkmalpflege in Lubuskie. Diesmal sind nicht so viele Objekte aus der Region dabei. Interessant ist die Oderbrücke in Crossen und die Wiederentdeckung eines der Epitaphien von der Kirche in Amtitz. Sogar die Rückseite des Jahresberichtes hat dazu die Bilder.
Eben erschien die Jahresdokumentation 2025 der Denkmalpflege in Lubuskie Diesmal sind keine relevanten Objekte aus der näheren Umgebung östlich der Neiße dabei. Zu Vollständigkeit soll aber auf das Werk hingewiesen werden.
Die Jahresdoku der Denkmalpflege im benachbarten Lubuskie enthalt auch immer eine Rubrik von verschollenen und wiedergefundenenen Kunstdenkmälern. Dieses Thema nimmt Eliza Gniewek-Juszczak in einem Artikel auf.
Dazu gibt es Fotos von fast hundert Objekten, die als gestohlen oder verschollen gelten.
Verlorene Schätze. Vielleicht habt ihr sie bei jemandem gesehen? Wenn einige Schätze gefunden werden, kommen andere ins Register. Ein wunderschöner Renaissance-Löffel zur Kommunionausteilung war oder ist bei jemandem. Im Jahr 1958 wurde er in der Pfarrei der Pfarrkirche in Wschowa aufbewahrt. In der Beschreibung der Expertin lesen wir, dass er eine Szene der Verkündigung des Herrn enthält, die sich in einer Kammer abspielt.
„Auf der rechten Seite kniet Maria vor einem Bett mit Baldachin und einem Kissen mit hochgebundenen Ecken. Maria hat langes offenes Haar, trägt ein Kleid mit rechteckigem Ausschnitt und hat die Hände zum Gebet gefaltet. Die Figur wendet ihren Kopf dem Engel Gabriel zu. Mit der linken Hand schiebt er den Vorhang des Baldachins beiseite, mit der rechten segnet er Maria, über der die Taube des Heiligen Geistes schwebt”, beschreibt Kamila Domagalska.
Der Stiel des Löffels wird von einer Figur des Heiligen Paulus gekrönt. Dieser Löffel ist zwischen 1958 und 2009 verloren gegangen.
Gesuchte Altarkerzenleuchter
In den letzten Monaten wurden auch zwei barocke Einzelläufer-Altarleuchter in das landesweite Register aufgenommen. Es ist nicht bekannt, wie sie aus der Kirche in Olbrachtów im Kreis Żary verschwunden sind, ebenso wenig wie zwei weitere, ebenfalls barocke Leuchter mit dreiseitigem Sockel, der auf drei Adlerkrallen ruht, die Kugeln umfassen.
„Die Verzierung des Kerzenhalters in Form von Adlerfiguren auf dem Sockel ist einzigartig und findet keine Entsprechung nicht nur unter den erhaltenen Metallarbeiten in der Woiwodschaft Lubuskie, sondern auch unter den veröffentlichten Objekten aus den Nachbarregionen”, beschrieb K. Domagalska.
Diebe kennen keine Heiligkeit der Ruhe der Verstorbenen
Dank der Meldung einer Konservatorin aus Lubuskie wurden kürzlich auch die spätrenaissancezeitlichen Grabplatten des Ehepaares Barbara von Rackel, geborene von Knobelsdorff (Linie Ochla), und Hans von Rackel in das Register aufgenommen. Sie verschwanden in den 60er/70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie befanden sich in einer Kapelle, die auf dem Friedhof neben der St.-Antonius-von-Padua-Kirche in Lipinki Łużyckie stand. Diese Grabplatten waren eine kunstvolle Darstellung von Ehemann und Ehefrau.
Die Diebe störten auch die ewige Ruhe anderer Verstorbener auf dem Gebiet der heutigen Woiwodschaft Lubuskie. Aus der Kirche in Konotopa verschwanden Epitaphporträts. Es handelt sich um wunderschöne Ölgemälde auf handgeschmiedeten ovalen Kupferplatten. Fast zwanzig Jahre nach ihrem Verschwinden, im Jahr 2023, gelang es der Polizei von Nowosolska, das Porträt von Helena Bojanowska wiederzufinden. iele andere verlorene Schätze warten darauf, gefunden zu werden
Erinnern wir uns daran, dass unter anderem auch eine spätgotische Skulptur der Madonna mit Kind gesucht wird, die nach dem Krieg in die Pfarrkirche in Bieniów gelangte. Sie wurde zwar mit Ölfarbe bemalt, war aber eine wichtige Verzierung des Hauptaltars. Sie verschwand im Jahr 2003.
Seit über 20 Jahren könnte jemand die Skulptur der Heiligen Anna Samotrzeć mit einer Weintraube besitzen. Sie verschwand im November 2004 aus der Filialkirche Mariä Himmelfahrt in Przybymierz in der Gemeinde Nowogród Bobrzański. Die Holzskulptur ist 70 cm hoch. Sie stammt aus der Zeit um 1500.
Es ist nicht bekannt, wo sich die Heilige Florian befindet, die auf einem Speer lehnt und einen Eimer mit Wasser in der Hand hält. Diese Skulptur stand auf einem Sockel an der Fassade der Kirche in Jelenin in der Gemeinde Żagań.
Im Jahr 1983 verschwand aus der Pfarrkirche in Łysiny im Kreis Wschowa ein barocker Messkelch, der mit symmetrisch angeordneten Engelsfiguren verziert war, deren Flügel sich berührten.
Die Beschreibungen der Schätze im Nationalen Verzeichnis der gestohlenen oder unrechtmäßig ins Ausland verbrachten Denkmäler sind für alle Interessierten zugänglich. Die aus der Woiwodschaft Lubuskie verschwundenen Denkmäler können auch auf den erhaltenen Fotos betrachtet werden, die auf dem Portal lwkz.pl veröffentlicht sind.
Personen, die Informationen über die gestohlenen Objekte haben, werden gebeten, diese der Polizei in Lubuskie oder dem Denkmalschutzbeauftragten der Woiwodschaft Lubuskie zu übermitteln.
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