In einer privaten polnischen Initiative wurde begonnen den östlichen Brückenkopf der Langen Brücke mit dem Weberbrunnen zu pflegen. Bei den ersten Arbeitseinsätzen sind vor allem der Wildwuchs um die Brunnen- und Laternenrest entfernt worden. Der ehemalige Walter-Rathenau-Platz und vor allem die Keller unter den Brückenhäuschen wurden zunehmend auch als Mühlhalde genutzt. Zu den nächsten Einsätzen werden auch deutsche Helfer eingeladen. Mehr dazu später.
Polnisch/Deutscher Arbeitseinsatz am östlichen Brückenkopf der Langen Brücke - Samstag 12. Oktober 2019
Aus Zasieki erreichte mich diese Einladung, die ich gern weitergeben möchte.
-------------
An unsere deutschen Freunde aus Forst und Umgebung, die sich auch zu den weiteren Arbeiten und Veränderungen an der "Langen Brücke" Forst/Zasieki begeistern könnten! Einiges im Umfeld der östlichen "Langen Brücke" ist da schon passiert. (Siehe auch die Bilder hier in früheren Beiträgen) Wir werden nun am 12.10.2019 ab 9.00 Uhr versuchen die zweite alte Straßenlaterne vom Wildwuchs zu befreien und die nördliche Treppe an der Brücke zu säubern. Was uns gelingt sehen wir am Samstag 12.10.2019. Je nach Wetter und Anzahl der freiwilligen Teilnehmer versuchen wir am Lagerfeuer die mitgebrachte Wurst, Kartoffeln zu braten und warme Füße nach der Arbeit bei der Unterhaltung zu bekommen. Ich hoffe, wir werden viel Spaß an der Arbeit haben. Wenn Sie mögen, leiten Sie bitte die Information an Interessierte weiter. Schönen Dank und lieben Gruß! "Unsichtbare Hand"
----------------
Also, wer mithelfen möchte, ist herzlich eingeladen. Günstig ist es Gartengeräte, Säge, Schere, vielleicht eine Motosäge und andere hilfreiche Werkzeuge mitzubringen.
Für Fragen stehe ich zur Verfügung. i.A. Frank Henschel 0172 3759660
Nach den Arbeiten am südostlichen Brückenkopf mit dem Weberbrunnen ging es nun im nordöstlichen Teil um die Laterne aber auch an der Freitreppe weiter.
Das Thema der Beräumung, Rückschnitt von Bewuchs und Aufwertung, Sicherung von Teilen der "Langen Brücke" auf der polnischen Seite interessiert mich schon lange, sh. Anlage, ein Beitrag im "Forster Wochenblatt" von 2014. Mit dem deutsch-polnischen Arbeitseinsatz am Samstag, 12.10.19 wurde ein erster Anfang gemacht, in der Hoffnung dass weitere grenzüberschreitenden Aktivitäten organisiert werden und das Interesse an der Mitgestaltung entsteht.
Udo
hat folgende Dateien an diesen Beitrag angehängt
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
Eine super Sache, dieser deutsch-polnische Arbeitseinsatz an der Langen Brücke. Für mich persönlichen gesehen, ist dies ein Mosaikstein gemeinsamer Geschichtsschreibung, 74 Jahre nach Beendigung eines leidvollen Krieges.
Einen kleinen Film mit Luftaufbildaufnahmen und den Ergebnissen des letzten Arbeitseinsatzes im Oktober 2019 stellte Frank Junge bei youtube ein. Als die facebook-Seite "brody/Pförten-virtual museum" das Video gleichfalls veröffentlichte meldete sich sogar das Archiwum Państwowe w Zielonej Górze/das Staatsarchiv in Zielona Gora/Grünberg und stellte dieses hochinteressante Kartenmaterial zur Verfügung.
Schön zu sehen ist auf dem ersten Plan, der Verlauf der Langen Brücke aus Beton und der Verlauf der alten Holzbrücke.
Das solche Unterlagen jetzt in polnischen Archiven liegen hat mit einer Entwicklung noch zu DDR-Zeiten zu tun. Damals sind viele Akten, gerade auch Bauakten, die das Gebiet östlich der Neiße betreffen, nach Polen gegen worden.
Hallo Frank, wenn die Corona-Pandemie überstanden ist und die Grenze wieder ohne Auflagen passierbar wird, sollte unsere Initiative weitergeführt werden. Das Interesse dafür haben ja damals alle Beteiligten geäußert. Wäre es nicht sinnvoll, wenn nicht schon geschehen, vorbereitende Konsultationen mit den polnischen Nachbarn zu führen und eine diesbezügliche Umfrage hier zu starten. Ich wäre in jedem Fall dabei. Gruß Udo
Hallo Udo, ich halte Dich da auf dem Laufenden. Für mich muß die Initiative von Bewohnern in Zasieki ausgehen. Ich denke vor Herbst wird da nichts großartiges passieren. Wenn wir so stark eingreifen wollen wie das letzte Mal dann werden wir auch wieder auf ein paar vorgeschriebene Umweltaspekte achten müssen.
Im Moment stehen ein paar andere Projekt in dieser Richtung stärker vorn an. Bergung und ggf. Aufstellung des Gefallenedenkmals in Scheuno. Ebenfalls schon in der Planung sehr vorangeschritten ist die Einrichtung eines kleinen Gedenkortes für das "Herzbörnchen" . Und eigentlich war mal für Herbst 2020 auch ein Parkseminar für Brody/Pförten im Gespräch. Herzliche Grüße
Hallo Frank, zunächst vielen Dank zum aktuellen Stand zum (evtl.) Fortgang an der Langen Brücke. Das Gefallenendenkmal in Scheuno kenne ich von Deinem Beitrag her, auch eine lohnende Initiative. Was hat es mit dem "Herzbörnchen" auf sich, sagt mir nichts? Gruß Udo
Heute erhielt ich einige Bilder, die ein ehemaliger "Bergscher" 1997 in seiner alten Heimat fotografierte. Das eine Bild erinnerte mich an den Arbeitseinsatz 2019, bei dem wir den östlichen Brückenkopf mit der nördlichen Laterne freigeschnitten hatten. Dabei traten auch die Reste eines alten Schildes zum Vorschein, die zum Rätseln anregten. Nun habe ich auf den Fotos von 1997 die Lösung gefunden bzw. die Bedeutung des Schildes gefunden.
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.
Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen,
den weiteren Betrieb zu finanzieren.