Sie wurde 1923 in Betrieb genommen und hatte eine Gleislänge von rund 40 km. Mit ihr bewirtschaftete die Familie von Brühl die großen Waldungen zwischen Teuplitz, Pförten, Forst-Berge bis nach Mehlen. Nur wenig hat sich von dieser Bahn erhalten. Manche Trasse oder Ladestationen kann man noch finden.
Die Heimatforscher Kristian Schmidt (Forst) und Friedemann Tischer (Weißwasser) haben sich damit beschäftigt, welche Schienenfahrzeuge benutz wurden. Dabei handelt es sich um eine sogenannte „Brigadelok“ mit einer Spurweite von 600 mm.
Die spezielle Lokomotive wurde in großer Zahl (rund 2500 Stück) von verschiedenen deutschen Lokomotive-Herstellern produziert. Sie war verhältnismäßig leicht und wendig. Diese Loks kamen vor allem beim Militär und besonders im 1. Weltkrieg als Feldbahn zum Einsatz. Nach dem Weltkrieg wurden sie zivil weiter genutzt, so wie im Pförtener Wald. Wie das aussah, zeigt ein kleines Video von der Muskauer Waldeisenbahn. https://www.facebook.com/waldeisenbahn/v...69052906533079/
Heute sind in Polen noch 17 dieser Lokomotiven erhalten. In Deutschland 13 Stück. In Bad Muskau (Waldbahn) und in Cottbus (Parkeisenbahn) kann man als Tourist damit noch fahren.
Was wurde aus der Pförtener Lokomotive? Gibt es noch Bilder von der Pförtener Waldeisenbahn? Die zwei bekannten Bilder sind leider von sehr schlechter Qualität.
Zum Weiterlesen hier noch zwei Empfehlungen: Forster Jahrbuch 2019/2020: Ursula Balzer/Kristian Schmidt; Einiges über die ehemaligen "Waldungen" der Standesherrschaft der Grafen von Brühl, eine 190-jährige Kiefer aus Pförten und das ehemalige Gräfliche Sägewerk in Läsgen.
Krzysztof Bausa veröffentlichte bei fb (Zasieki i okolice - Poznajmy Nasze Dzieje) diese topografische Karte aus 1949, bevor das große Abrissfieber im ehemaligen Forst-Berge begann. Besonders hingewiesen wird hier auf die Eisenbahnschienen der Waldeisenbahn, die bis nach Teuplitz/Tuplice und zum Sägewerk Läsgen führten.
Der Geschichtsstammtischim August 2023 endete am Ortsausgang vom heutigen Zasieki. Am vierten Haltepunkt sprach Kristian Schmidt kurz auch die brühlsche Waldbahn, die zwischen Forst Berge und Marienhain die Straße querte, an. Zwei Bilder aus den 1960er-1970er Jahren zeigt hier die Querung.
Mehr zur Pförtener Waldbahn findet man im Forster Jahrbuch 2019/20 im Beitrag: „Einiges über die ehemaligen „Waldungen“ der Standesherrschaft der Grafen Brühl …
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