2016 haben wir vom „Virtual Museum“ die Ausstellung „Geschichte und Geschichten in Stein“ für Besucher vom Schloss und für Gäste vom Schloss-Hotel in Brody entwickelt. Wir wollten kleine Tipps für Ausflüge mit dem Fahrrad, mit dem Pferd oder zu Fuß geben. In der Zwischenzeit ist die Ausstellung in Brody, Guben und Forst präsentiert worden. Jetzt zur Sommer- und Reisezeit wollen wir auch hier einige dieser Tipps präsentieren. Die GPS-Daten sollen Ihnen bei der Orientierung helfen. Heute Teil 1 – Lippa/Leipe
Wer den ein oder anderen Ort mal besucht, kann gern ein Foto schicken.
Wer gleich die ganze Ausstellung sehen möchte, der hat die Gelegenheit derzeit im Forster Textilmuseum. In die aktuelle Sonderausstellung "Fünf Jahrre Brody/Pförten-Virtual Museum" ist auch die Ausstellung "Geschichte und Geschichten in Stein" integriert.
Hier die Koordinaten N51° 46' 12.59" E14° 45' 15.566"
Der Jagdstern und der versteckte "Märchenbrunnen" in der Pförtener Heide.
Der Jagdstern ist eine barocke Jagdanlage, die um 1750 entstand und im Zusummenhang mit dem Besuch des sächsischen Kurfürsten/polnischer König August der II bzw III stand. (Sohn von August dem Starken. Neben dem Brunnen ist auch die Blickache zur Forster STadtkirche fasziniuerend.
Der Brunnen liegt etwas versteckt und ist oft mit Holzstämmen abgedeckt.
Hier die Koordinaten: N51° 43' 32.621" E14° 46' 24.964"
Heute Tipp Nr. 3 für kleine Entdeckungstouren Die Hubertus-Quelle in der Pförtener Heide.
Das Auffinden ist ähnlich anspruchsvoll wie der Brunnen vom Jagdstern, da das Objekt recht klein ist. Vielleicht ist eine Kombination mit dem Besuch der Pförtener Kirche keine schlechte Idee. Von der Straßen-Seite aus ist die Kirche immer offen. Im Altarraum hängen bzw. stehen insgesamt fünf große Gemälde mit acht Heiligen. Dazu Maria und Jesus. Die Gemälde malte Franz Ittenbach aus Düsseldorf zwischen 1875 und 1877. Ganz rechts ist auch der Heilige Hubertus. Ursprünglich waren die Bilder Bestandteil der brühlschen Schlosskapelle im rechten/nördlichen Kavalierhaus. .
Seit der Heirat von Heinrich von Brühl waren die Nachfahren im katholischen Glauben erzogen worden. Somit ist die für unsere evangelische Region untypische Heiligenverehrung nicht verwunderlich. Und in der Kombination mit der Jagdleidenschaft erklärt sich dann auch die Verehrung des Heiligen Hubertus.
Hier die Koordinaten: N51° 44' 4.02" E14° 48' 53.528"
Heute Tipp Nr. 4 und 5 für kleine Entdeckungstouren Das Sühnekreuz in Kohlo/Koło und das Grafenkreuz bei Kohlo/Koło.
Das Sühne Kreuz in Kohlo/Koło unweit der Kirche gehört zu den größten seiner Art in der Region. Das Grafenkreuz am Weg zwischen Kohlo/Koło und Beitzsch/Biecz wurde vor einiger Zeit von polnischen und deutschen Heimatfreunden wieder hergerichtet. Eine Anfahrt mit dem Auto ist hierhin nicht zu empfehlen.
Hier die Koordinaten für das Sühnekreuz: N51° 50' 21.887" E14° 46' 54.75" Hier die Koordianten für das Grafenkreuz: N51° 49' 14.394" E14° 48' 17.694"
Zu den Sühnekreuzen beiderseits von Oder und Neiße erschien eine gut gemachte Broschüre, die hier im Anhang als PDF steht.
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Heute Tipp Nr. 6 für kleine Entdeckungstouren Die Friedenseiche bzw. der Gedenkstein dazu, an der Friedhofsmauer in Jeziory Dolne / Nieder Jehser Koordinaten: N51° 47' 53.646" E14° 45' 5.771"
Ein Bewohner des Dorfers richtete den Stein vor einigen Jahren wieder auf. Auf dem Foto kommt die wunderschöne Maserung des Steines leider nicht so zur Geltung
Ein Rundgang auf dem Kirchhof und um die Ruine der Kirche sind empfehlenswert.
Alle vier Objekte liegen am Fahrradweg zwischen Forst/Berge-Zasieki und Pförten Brody. Kurz hinter der "Holzgaststätte" geht es los mit dem Rest von der Siegessäule zum deutsch-französischen Krieg 1870/71
Ein Stück hinter der Horex-Tankstelle steht dann das Gefallenendenkmal der Turner aus Berge
Kurz nach dem Ortsausgang steht dann ein sehr alter Grenzstein Nach meiner Einschätzung könnte er sogar aus der Zeit vor Heinrich von Brühl stammen. Als die Standesherrschaft Forst und Pförten geteilt war.
Und schließlich ist dann auch noch der Bruskestein zu entdecken.
Leider ist die vor kurzem nachgezogene Inschrift schon wieder verblast. Hier ist sie deshalb nochmal zum nachlesen.
Heute Tipp 11 für kleine Entdeckungstouren MEIN GEHEIMTIPP ... die alte Hollanderwindmühle von Oegeln.
Das Ambiente um die ehemalige Mühle ist schon etwas ganz besonderes. Man meint auf einer Expedition in einem Dschungel zu sein.
Wer mag, kann sich ja auch noch auf die Suche der ehemaligen Jugendherberge von Oegeln machen. Diese lag etwas südöstlich von der Mühle. Leider ist von dem einstigen Jagdschlösschen der Brühls nichts mehr zu erkennnen.
Es geht nach Biecz/Beitzsch Mit der "George Bähr"-Kirche und der Gutsanlage, gibt es tatsächlch einiges zu entdecken. Auf dem Kirchhof gibt es zudem noch einige alte Grabdenkmäler. Z.B. auch dieses Säule. Bisher nahm man an, dass es sich im eine Symbolik der Freimaurer handelt. Nach neusten Erkenntnissen handelt es sich aber um das Berufszeichen der Müller oder Mühlenbauer.
Heute Tipp Nr. 13 -15 (plus Bonus) für kleine Entdeckungstouren.
Diesmal liegt der Fokus auf Pförten/Brody.
Hier einer von zwei noch erhaltenen Grabsteinen der Familie von Brühl in Pförten/Brody. Er befindet sich auf dem Kirchhof.
Hier das wunderbare Wappen der Brühls am ehemaligen Armenhaus in der Nähe der Kirche.
Hier das ehemalige Gefallenendenkmal für Pförten und die eingepfarrten Orte wie Leipe, Nablath
Und als Bonus, die Gedenktafel vom Fenstersturz eines jungen vom Promnitz Grafen an der Nordseite des Pförtener Schlosses. Das sogenannte "Wunder von Pförten"
Heute Tipp Nr. 16 - der "Kallenbach-Stein" im Pförtener Wald. 2015 konnte dieses kleine Flurdenkmal, dass an einen Jagdunfall erinnert von Mitgliedern der Gemeindschaft "Brody/Pförten-virtual museum" wiederentdeckt werden. Der Stein war umgestürzt und schon mit Moos überzogen.
2015 wurde der Stein wieder aufgestellt und mit einer polnisch/deutsche Infotafel ergänzt.
Einen wunderbaren Fund und zwar die entsprechende Zeitungsmeldung machte dazu noch Frank Owczarek.
Bei "angenehmsten" Temperaturen hat heute ein kleiner Trupp des Museumsverein einigen Flurdenkmälern östlich der Neiße einen Pflege- und Kontrollbesuch abgestattet. Nach zwei Jahren mussten die Linden am Grafenkreuz wieder einmal gestutzt. Seit 2016 wird die Gedenkstätte von polnischen und deutschen Geschichtsfreunden betreut. Auf dem Weg lag dann auch die „George-Bähr-Kirche“ in Biecz/Beitzsch, die gerade mit viel Aufwand ein neues Schieferdach bekommt. Auf dem Rückweg gab es noch eine Stippvisite am Kallenbach-Stein hinter Nabłoto/Nablat. Der schon vor etwa hundert Jahren von Paul Decker in seinen Wandervorschlägen erwähnte Gedenkstein, wurde 2015 wieder entdeckt und aufgestellt.
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